CCV will Meinungsbild zur Phase II der kostenfreien Warteschleife

Umfrage bis 9. Juli unter http://bit.ly/meinungsbildung

 

Die Umsetzung von Phase II der gesetzlichen Regelungen zur Kostenlosen Warteschleife ist technisch derzeit nicht realisierbar. Nun prüft die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA) den Vorschlag, zwei neue Rufnummernteilbereiche mit neuen Abrechnungsregelungen bereitzustellen, die in bestimmten Konstellationen kostenlose Warteschleifen ermöglichen.

Um dies zu forcieren, will der Call Center Verband Deutschland e.V. (CCV) die Meinungen der Callcenter Wirtschaft bündeln und bei der öffentlichen Anhörung der Bundesnetzagentur am 11. Juli ein geschlossenes Meinungsbild vortragen. Unternehmen sind daher bis 9. Juli aufgefordert, sich an der Meinungsbildung zu beteiligen: Die Umfrage ist unter http://bit.ly/meinungsbildung erreichbar.

Nach dem derzeitigen Stand der Technik können Warteschleifen in den Rufnummernteilbereichen 0180-1, 0180-3 und 0180-5 (Minutentarif für alle Gespräche) nicht länger als 120 Sekunden (sogenanntes „Verzögertes Connect“) kostenfrei gestellt werden. Gleiches gilt für Warteschleifen im Rahmen von Anrufen aus den Mobilfunknetzen in die Rufnummernbereiche 0180-2 und 0180-4, sowie zu 0900x-Nummern. „Daran wird sich auch zukünftig aus technischen Gründen voraussichtlich nichts ändern“, erklärt CCV-Vizepräsident Manuel Schindler. „Ändert sich die Tarifierung dieser Rufnummernbereiche nicht, sind Unternehmen wohl gezwungen, Rufnummern aufzugeben und in andere Rufnummernbereiche zu wechseln.“

Vor diesem Hintergrund hatte der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V. (VATM) im Namen der Branche (einschließlich der Mobilfunknetzbetreiber und der Telekom Deutschland GmbH) die BNetzA gebeten, zwei neue Rufnummernteilbereiche bereitzustellen.

„Wir brauchen jenseits der theoretischen und juristischen Diskussion ein schnelles Meinungsbild aus der Wirtschaft, welche der Vorschläge praxisgerecht und einfach Abhilfe schaffen können“, sagt Schindler.