Inklusive Ausbildung! Worauf kommt es an?

Empfehlungen für Betriebe – von Jugendlichen mit Behinderungen

Junge Menschen mit Behinderungen sind Teil des Fachkräftenachwuchses, werden aber selten so wahrgenommen. Das liegt zum einen daran, dass es über Menschen mit Behinderungen unserer Gesellschaft immer noch sehr viele einseitige Vorstellungen und Vorurteile gibt. Zum anderen bestreiten Jugendliche mit und ohne Behinderungen ihren Weg von der Schule bis zur Ausbildung noch zu häufig in völlig getrennten Welten.

Das Projekt JOBinklusive hat sich mit der Inklusionsberatung der Handwerkskammer Berlin zusammengetan und Jugendliche mit Behinderungen nach ihren Erfahrungen, Meinungen und Tipps zu folgenden Themen befragt:

  • Wie kommen Betriebe und ausbildungssuchende junge Menschen mit Behinderungen überhaupt zusammen?
  • Wie können Betriebe und Jugendliche mit Behinderungen bei der Ausbildung unterstützt werden?
  • Und worauf kommt es an, damit eine inklusive Ausbildung gelingt?

Herausgekommen ist eine Broschüre, die die Vielfalt individueller Unterstützungsbedarfe in der Ausbildung widerspiegelt und Ausbilder*innen konkrete Tipps an die Hand gibt, wie sie behinderte Jugendliche als Mitarbeitende für sich gewinnen können.

HIER geht’s zum Donwload.

Inklusion ist eine Aufgabe aller Menschen

Am 03.12.2022 erinnert der Welttag der Menschen mit Behinderung daran, dass Inklusion, also die vollständige gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit Behinderung an jeden Prozess der Gesamtgesellschaft, ein Menschenrecht ist.

Der Weg zum Erreichen einer gut funktionierenden inklusiven Gemeinschaft ist möglich, bereichernd und herausfordernd. Der Customer Service & Call Center Verband Deutschland e. V. lebt Inklusion. Um die Möglichkeiten aufzuzeigen und Unternehmen zu ermutigen, den Weg der Inklusion von Menschen mit Behinderung zu gehen, haben wir als Verband einen Arbeitskreis Inklusion gegründet. Die Leitung dieses Arbeitskreises wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung am 17.11.2022 an Birgit Prünte, global inclusion specialist bei QVC Deutschland, übergeben.

„Ich bin davon überzeugt, dass ein modernes Contact-Center ein idealer Arbeitsplatz für Menschen mit Behinderung ist. Die moderne Technik und die modernen Organisationsformen lassen sehr viele Möglichkeiten zu, um die Auswirkungen der individuellen Behinderung zu kompensieren. Es kommt darauf an, dass du den Umgang mit den Kund*innen magst. Moderne Programme, moderne Headsets, modernes Raumdesign machen viel möglich. Und wenn das Sprechen nicht funktioniert, dann bieten moderne Contact-Center die Möglichkeit der schriftlichen Kundenkommunikation. Die größten Herausforderungen sind mögliche Barrien im Kopf der am Prozess beteiligten Menschen. Als Leiterin des CCV-Arbeitskreises Inklusion möchte ich meine Position nutzen, um diese Barrieren zusammen mit Ihnen zu erkennen und abzubauen.“ sagte Birgit Prünte auf der CCV-Mitgliederversammlung.

Inklusion + Entrepreneurship = Inklupreneur

Inklupreneur fördert die Inklusion von Menschen mit Behinderung, indem Startup-Unternehmen und Menschen mit Behinderungen miteinander in Kontakt gebracht werden. So entstehen neue nachhaltige inklusive Arbeitsplätze in einem innovativen und stark wachsenden Bereich der Wirtschaft, der bisher zwar als divers, kaum aber als inklusiv wahrgenommen wird. 

Seit dem Projektstart 2021/2022 haben bereits 40 Unternehmen am Programm teilgenommen. Unter anderem KarmaKollektiv, Einhorn und mit HelloFresh ein erstes Dax-Unternehmen. Im ersten Projektjahr konnten bereits 30 Stellen erarbeitet und ausgeschrieben werden – die Hälfte wurde bereits erfolgreich besetzt. Durch die Zusammenarbeit mit EnableMe Geschäftsführerin Kaija Landsberg und das Engagement des Geschäftsführers Hilfswerft gGmbH Nils Dreyer soll das Projekt weiter an Bekanntheit gewinnen und inklusive Arbeitsplätze ausgebaut werden.

PS: Kaija Landsberg können Sie auch auf unserer Jahrestagung mit ihrem Beitrag „Inklusive Unternehmen – Ein Gewinn für alle“ erleben!

Diversity Challenge 2022-23

Registrierung bis 31. Oktober möglich

Was bewegt junge Beschäftigte beim Thema Diversity? Wie wollen sie Vielfalt in ihren Organisationen leben? Und welche kreativen und innovativen Ideen haben sie, um sich für ein wertschätzendes Miteinander am und außerhalb ihres eigenen Arbeitsplatzes einzusetzen?

Das möchten die Arbeitgebendeinitiative Charta der Vielfalt wissen. Denn wie Vielfalt in Organisationen gestaltet wird, geht alle an. Gerade junge Beschäftigte haben einen frischen Blick darauf, wie die Arbeitswelt von Morgen aussieht und wie ein wertschätzender Umgang miteinander aussehen sollte. Daher hat das Team des Charta der Vielfalt e. V. im Jahr 2017 den Teamwettbewerb DIVERSITY CHALLENGE im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ ins Leben gerufen.

Hier sind vier Gründe, warum Sie mit Ihren jungen Beschäftigten mitmachen sollten:

  1. Sie setzen damit nach Innen und Außen ein starkes Zeichen für Vielfalt.
  2. Sie bieten aktiv Platz für neue Sichtweisen: frische Diversity-Ideen als Gewinn für alle.
  3. Sie machen Vielfalt zum gemeinsamen Erlebnis und stärken damit Ihren Arbeitsplatz.
  4. Sie bringen Menschen in einem bundesweiten, gemeinsamen Austausch zusammen. Voneinander lernen und Begeisterung teilen: so gelingt Veränderung!

HIER finden Sie weitere Informationen.

Leitfaden: Unternehmenserfolg durch Diversity

Über Nachholbedarf in Wirtschaft und Gesellschaft

Queb, der Bundesverband Employer Branding, Personalbranding, Recruiting e.V., hat ein Whitepaper für mehr Vielfalt und Inklusion in Organisationen veröffentlicht, auf welches uns der Charta der Vielfalt e. V. aufmerksam machte. Unter dem Titel „Diversity – Ein Schlüssel zu nachhaltigem Unternehmenserfolg“ fassen sie Ergebnisse einer Umfrage zum Thema zusammen. Heraus kam unter anderem, dass 91% aller Befragten Diversity mindestens als wichtig bis sehr wichtig ansahen. 53% schätzten jedoch die Vielfalt in der Belegschaft ihres eigenen Arbeitsplatzes nur als mittelhoch ein. Hier besteht ein großer Nachholbedarf. Deshalb sind im Leitfaden auch viele Praxistipps zu finden, wie und wo Veränderung möglich ist.

HIER geht’s zum kostenfreien Download. 

Inklusion als Motor für nachhaltigen Erfolg

Inklusive Unternehmen stellen sich vor

Inklusion hilft dabei, Vorurteile und Barrieren in den Köpfen von Menschen abzubauen. Es trägt auch dazu bei, dass Menschen mit Behinderung ihre speziellen Fähigkeiten entfalten können. Einige Unternehmen haben diesen Wert erkannt und passende Inklusionsmodelle geschaffen. Sie sind damit ein gutes Beispiel und ein noch besseres Vorbild.

Unternehmen, die soziale Verantwortung übernehmen, schaffen damit die vollständige Teilhabe von allen Menschen am Arbeitsalltag. Damit ermöglichen sie den Mitarbeitenden auch die soziale Anschlussfähigkeit und Integration in die Gesellschaft. 

Es geht jedoch nicht nur darum, dass Inklusion möglich ist, sondern auch erfolgversprechend sein kann. Der positive Perspektivenwechsel und die Diversität der Teams bereichern die Unternehmenskultur und können das Innovationspotential und dadurch auch die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen stärken.

Die Stiftung EnableMe bietet in ihrem Informationsportal inklusiven Unternehmen die Möglichkeit, sich direkt bei Menschen mit Behinderungen als solches vorzustellen. Sie fördern gezielt Inklusion und möchten potenzielle Arbeitnehmer*innen darauf aufmerksam machen? Für die Schaltung eines Unternehmensporträts oder weitere Informationen schreiben Sie einfach eine E-Mail an: info@enableme.de.

Ein starker Partner an Ihrer Seite

Das BBW sucht Unterstützung

Das Berufsbildungswerk Hamburg zählt zu den renommiertesten Einrichtungen für Berufsvorbereitung und berufliche Rehabilitation im norddeutschen Raum. Wir begleiten Jugendliche und junge Erwachsene mit besonderem Förderbedarf auf ihrem individuellen Weg ins Berufsleben.

Für den Bereich Dialogmarketing suchen wir im Rahmen einer Elternzeitvertretung zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Ausbilder (m/w/d) in Vollzeit oder Teilzeit (mind. 32 Std./Woche).
In Zusammenarbeit mit Ihrem multiprofessionellen Team bilden Sie lern-, körper- oder sinnesbehinderte junge Menschen im Bereich Dialogmarketing aus und wirken bei der Weiterentwicklung unserer Konzepte mit.
Hier geht’s zur Stellenausschreibung.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf die Zusendung Ihrer aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen an bewerbung@pepko-hamburg.de.

Reichsbahnstraße 53+55 I 22525 Hamburg I www.bbw-hamburg.de

Ausbildung inklusive!

Neues Ausbildungsvideo des CCV-Arbeitskreises Inklusion ist online!

Ausbildung in der Customer Service und Callcenter-Branche? Und das für Menschen mit Behinderung? Warum das geht und sinnvoll ist, sehen Sie in diesem Video!

Claudia und Jonas Marquardt haben es im Rahmen einer Projektarbeit für den CCV-Arbeitskreis Inklusion erstellt. Fachkräfte werden auch in der Customer Service- und Callcenter-Branche dringend gesucht – warum also nicht Kaufleute für Dialogmarketing ausbilden? Dass die Ausbildung im Dialogmarketing eine interessante Perspektive für junge Menschen mit Behinderung ist, wird im Video deutlich.

Wenn Sie als ausbildendes Unternehmen Unterstützung im Bereich Inklusion benötigen, wenden Sie sich gern an den CCV-Arbeitskreis Inklusion!

 

EnableMe

Jobportal mit Jobbörse für Menschen mit Behinderungen und Arbeitgeber*innen

Bereits zahlreiche Unternehmen haben die Potenziale von Menschen mit Behinderungen erkannt. Doch dann auch für das Unternehmen passende Arbeitnehmer*innen zu finden kann eine Herausforderung sein – teilweise fehlt das Hintergrundwissen, aber auch der Zugang zur Zielgruppe. 

Das EnableMe Jobportal hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen mit Behinderungen und Unternehmen zusammenzubringen! Im Jobportal können sich Arbeitgeber*innen über rechtliche Grundlagen, finanzielle Förderung und erfolgreiche Inklusionsmodelle informieren. Auf der EnableMe Plattform können sich inklusive Unternehmen zudem mit einem Porträt vorstellen und potenzielle Arbeitnehmer*innen auf sich aufmerksam machen.

Sie möchten mit Ihrem Jobangebot gezielt Menschen mit Behinderungen ansprechen? Die EnableMe Jobbörse befindet sich noch im Aufbau, jedoch können Sie bereits jetzt Ihre Stellenanzeige posten und dadurch Ihre Anzeige direkt an Menschen mit einer Behinderung stellen.

Durchstarten für eine Karriere ohne Barriere

EnableMe.de unterstützt mit dem Online Mentoring Programm Menschen mit einer Behinderung beim beruflichen Einstieg oder Wiedereinstieg nach einem Unfall oder einer Erkrankung. Der Pilot ist in Bayern im Winter 2021 gestartet. Einige Mentees haben das Programm bereits erfolgreich durchlaufen und ihren Weg in eine berufliche Karriere gefunden. 

„Ich hatte einfach gehofft, dass es irgendwie hilft, dass ich noch zielgerichteter und ohne Zeitverlust nach dem Erhalt des Masterzeugnisses eine bezahlte Anstellung finde.“ – Richard, Teilnehmer des Mentee-Programms

Mentor*in und Mentee treffen sich fünf mal in Online-Sitzungen und besprechen berufsrelevante Themen, wie die Rechte für Menschen mit Behinderung am Arbeitsplatz und die Gestaltung der Bewerbungsunterlagen. Außerdem unterstützen die Mentor*en dich, motiviert zu bleiben und deine persönlichen Stärken zu erkennen.

„Als Mensch mit Behinderung hat man manchmal das Vertrauen in sich selbst verloren. Es hilft, wenn jemand sagt: Du kannst das. Du schaffst das. Das ist eine große Motivation.“  – Magdalena, Teilnehmerin des Mentee-Programms

Das Online-Mentoring-Programm des gemeinnützigen EnableMe.de Portals ist ein laufendes Programm, derzeit als Pilotprojekt in Bayern. Interessierte können sich daher weiterhin melden und daran teilnehmen. Teilnahmevoraussetzungen sind, dass eine Behinderung vorliegt (bereits ab einer leichten Behinderung möglich) und dass der Wohnort in Bayern ist. Interessierte können sich per Mail melden unter mentoring@enableme.de.