Best Practice Inklusion: Martin Lorrek von der A. Sutter Dialog Services GmbH

Essen, Mai 2016

Martin Lorrek führt als Teamleiter der Unit Banken / IT-Services beim CCV-Mitglied A. Sutter Dialog Services GmbH ein Team von 20 Mitarbeitern/innen und ist für die professionelle Abwicklung der Kundenaufträge sowie die regelmäßige Informationsweitergabe an die Geschäftsführung verantwortlich.

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Er ist durch ein Zugunglück seit dem 14. Lebensjahr körperlich erheblich eingeschränkt. In diesem CCV-Best Practice Inklusion beschreibt Herr Lorrek ganz praktisch seine Erfahrungen in der Arbeitswelt Callcenter: „Die Arbeit ist für mich sehr sinnstiftend und mein Leben erhält dadurch einen Rhythmus, der mich täglich über neue Aufgaben und Herausforderungen fordert und über neu erworbene Kompetenzen fördert. Der Tagesablauf ist gegliedert, die Teilhabe am Arbeitsgeschehen vermittelt mir Selbstwertgefühl und Stolz. Trotz meiner Einschränkung fühle ich mich als wertvolles Mitglied der arbeitenden Gesellschaft und bin dankbar, dieses erleben zu dürfen.“.

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Best Practice Inklusion

CCV-Arbeitskreisleiterin Inklusion Heike Kraus von der DATEV eG

Vor einiger Zeit baten wir Sie um die Beantwortung von sieben Fragen zur Inklusion in Ihrem Unternehmen und um die Zusendung von Best Practices. Heute geht unsere Arbeitskreisleiterin Heike Kraus mit „Gutem Beispiel“ voran: im Datev-Karriereblog wurde ihr Best Practice veröffentlicht.

Heike Kraus 2016

„Kein Mensch darf sagen, solches trifft mich nie.“
Heike Kraus berichtete […], dass sie selbst nur noch 20 Prozent Sehfähigkeit auf dem rechten Auge hat und auch ihre rechte Hand sehr eingeschränkt ist. Erste Anzeichen spürte Frau Kraus vor etwa 15 Jahren, als sie von heute auf morgen auf dem rechten Auge nicht mehr sehen konnte. Später stellte sich heraus, dass ihre Nervenbahnen unterbrochen sind – eine enorme Veränderung im Leben der ehemaligen Softwareentwicklerin! Tabletten helfen ihr nur temporär und gerade heißes Wetter ist problematisch. Sie gab ihren Posten als Teamleiterin ab und reduzierte ihre wöchentliche Arbeitszeit. Es mussten andere, machbare Tätigkeiten gefunden werden.
„Die entscheidenden Veränderer der Welt sind immer gegen den Strom geschwommen.“
Doch Frau Kraus ist sich ihrer Stärken bewusst: „Organisieren, Menschen zusammenbringen und für eine gemeinsame Sache begeistern, sind wohl meine besten Fähigkeiten“, meint sie nachdenklich.  Mittlerweile ist sie sogar sicher, dass DATEV von dem Netzwerk, das sie sich durch ihre eigene Krankheit aufgebaut hat, profitieren kann: „Es ist immer ein wechselseitiges Geben und Nehmen und erfordert von beiden Seiten viel Offenheit“, sagt Frau Kraus mit einem Lächeln auf den Lippen und fügt hinzu: „Ich habe meinen Arbeitgeber sofort informiert, als ich von der Krankheit wusste. Nur so kann eine gute Lösung für alle Seiten gefunden werden.“ Generell erhielt Frau Kraus hauptsächlich überraschend positives Feedback und bekam viel Hilfe angeboten. Sie weiß natürlich auch, dass bei manchen Führungskräften noch Berührungsängste herrschen. […]

Hier können Sie den kompletten Beitrag lesen – wir freuen uns über weitere Zusendungen!

Best Practice Inklusion II – SNT Deutschland AG

Doreen Binder, Kundenbetreuerin bei der SNT Deutschland AG

Potsdam, Dezember 2015

„Wie kannst Du auch noch abends mit der Familie und Freunden telefonieren, wenn Du im Job schon den ganzen Tag telefonierst?“ fragt Doreen Binders Mann schon mal. Für die gelernte Kauffrau für Bürokommunikation aber ist das kein Problem. „Das ist ja auch etwas völlig anderes“, lacht sie.

1509_Doreen BinderÜber eine Zeitarbeitsfirma kam sie 2006 zu SNT und wurde nach drei Monaten bereits in ein festes Anstellungsverhältnis übernommen. Skeptisch war sie anfangs schon. „Callcenter haben ja nicht den besten Ruf in der Öffentlichkeit und man verbindet das immer mit nervigen Verkaufsanrufen.“ Das Vorurteil revidierte sie sehr schnell, nachdem sie bei SNT das vielfältige Aufgabenspektrum im Kundenservice kennen gelernt hatte.

Im Kundenservice für einen Telekommunikationsanbieter unterstützt Doreen Binder heute im kaufmännischen Backoffice, aktiviert DSL-Anschlüsse oder beantwortet Fragen zum Anschluss oder der Rechnung. Und genau diese Vielseitigkeit mag Doreen Binder am meisten an ihrem Beruf – und natürlich die Kollegen: „Ich komme wirklich gerne zur Arbeit!“.

Morgens bringt sie ihre dreieinhalbjährige Tochter erst in die KITA, dann fährt sie mit dem Zug nach Potsdam. „Ich habe elf Monate Elternzeit genommen und konnte danach nahtlos wieder einsteigen. SNT hat mich da mit einer zusätzlichen Schulung unterstützt“, erzählt Doreen Binder. Im Gegensatz zu ihren Kollegen nimmt sie nicht zu Schichtbeginn einfach einen freien Platz ein, sondern hat einen festen Arbeitsplatz. Er ist mit einer besonders ergonomischen Tastatur und Maus ausgestattet, denn Doreen Binder ist aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen zu 50 % schwerbehindert.

Dankbar war Doreen Binder deshalb für die Unterstützung der SNT-Schwerbehindertenvertretung am Standort Potsdam. „Trotz ärztlichem Attest war es noch eine Unmenge von Formularen, die ich ausfüllen musste. Der Antrag auf Gleichstellung bei einer Behinderung von 30 % wurde vom Arbeitsamt zunächst abgelehnt.“ Die Schwerbehindertenvertretung half beim Widerspruch und auch bei dem späteren Antrag beim Versorgungsamt zur Anerkennung einer Behinderung von 50 %.

Der jungen Frau sieht man das Handicap nicht an. Nicht alle Kolleginnen und Kollegen wissen darüber Bescheid und eigentlich spricht Doreen Binder auch nicht gerne darüber. „Ich weiß, dass das hier bei SNT eigentlich kein Thema ist. Wir haben am Standort zum Beispiel auch einige Rollstuhlfahrer, meine Teamleiterin ist selbst gehbehindert – die sind alle sehr gut integriert.“ Die dynamische junge Frau tut sich jedoch noch schwer damit, die eigenen gesundheitlichen Einschränkungen zu akzeptieren. „Meine Teamleitung weiß es natürlich und einige Kollegen, schon aufgrund des festen Arbeitsplatzes. Aber eigentlich bin ich froh, dass meine Behinderung im Arbeitsalltag zwar berücksichtigt, aber nicht ständig thematisiert wird“, berichtet sie.

Best Practice Inklusion: TAS Unternehmensgruppe

Inklusion als Selbstverständlichkeit

Logo TASDie TAS Unternehmensgruppe wurde 1982 gegründet und positioniert sich durch eine konsequente Weiterentwicklung heute als Gesellschaft für Dialogmarketing mit Fullservice-Dienstleistungen. Wir bieten in allen Bereichen des Dialogmarketings, wie Inbound, Outbound und Backoffice, umfassenden Service von der Ist-Analyse bis zur Strategieentwicklung und Durchführung, sowie ergänzende Leistungen an.

Das Thema Inklusion beschäftigt uns jetzt seit 2006 und ist für uns zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Leider gibt es nach wie vor starke Vorbehalte gegenüber Menschen mit Handicap und somit sind aktuell rund 60 Prozent der qualifizierten schwerbehinderten Menschen noch arbeitslos. Seit 2012 gehen wir, zusammen mit einem Bildungswerk als alternativen Vermittlungspartner, einen neuen Weg zur Beschäftigung von Menschen mit einer Behinderung. Bei der TAS erhalten auch schwerbehinderte Menschen eine realistische berufliche Chance, einen langfristigen Job und somit eine echte Berufsperspektive.

Herr Marcel Verberk hat 2011 seine Ausbildung zum Kaufmann für Dialogmarketing bei der TAS begonnen und diese 2013 erfolgreich abgeschlossen. Er ist durch seine körperliche Behinderung auf einen Rollstuhl angewiesen. Wir bieten unserem Kollegen einen barrierefreien Arbeitsplatz und die Unterstützung, die er benötigt.

Herr Sebastian Brimmer ist Anfang 2015 zur TAS gekommen. Auch er hat ein körperliches Handicap. Er fühlt sich bei uns sehr wohl und engagiert sich auch in sozialen Projekten, die die TAS im Rahmen ihrer CSR-Aktivitäten unterstützt.

Der erste TAS Mitarbeiter mit Handicap, der über die Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk eingestellt wurde, ist Michael Manka. Herr Manka hat ein sehr starkes Seh-Handicap. Dieses Handicap erschwert die Arbeit am PC so, dass er diese ohne entsprechende technische Hilfsmittel nicht ausüben könnte. Unter anderem haben wir auf seinem PC eine Vergrößerungssoftware installiert, die es ihm ermöglicht, jeden Bereich auf dem Bildschirm in einer für ihn lesbaren Größe darzustellen. Dadurch kann er seinen Job selbstständig ausüben und ist auf keinerlei Hilfe angewiesen.

TAS

TAS Mitarbeiter Michael Manka mit TAS Projektkoordinatorin Carina Tessner

Bei der Arbeit mit Menschen mit einer Behinderung hat sich für uns bewiesen, dass diese Kollegen sehr flexibel, überdurchschnittlich loyal und hochgradig  verlässlich sind. Die TAS wird sich auch in Zukunft für Inklusion einsetzen. Wir möchten zukünftig mit noch viel mehr Menschen mit Handicap zusammenzuarbeiten.

TAS Mülheim GmbH, Mainstr. 1, 45478 Mülheim, www.tas-gruppe.de

Best Practice Inklusion – SNT Deutschland AG

Axel Tauschwitz, Sales Coach bei der SNT Deutschland AG

Potsdam, Oktober 2015

1509_Axel TauschwitzSeit 2008 arbeitet Axel Tauschwitz bereits bei der SNT Deutschland AG am Standort Potsdam. Der gelernte Wirtschaftskaufmann hatte bis dahin schon ein bewegtes Arbeitsleben hinter sich, das vom DEFA-Filmstudio in Babelsberg bis nach Dubai reichte. Eigentlich sollte der Job als Kundenbetreuer für ein Telekommunikationsunternehmen auch nur eine Übergangslösung sein, doch dann kam die Chance, bei SNT eine Weiterbildung als Sales Coach zu absolvieren. Axel Tauschwitz musste nicht lange überlegen, denn er fühlte sich bei SNT schon lange wohl. Nun bot sich auch noch eine spannende berufliche Perspektive.

Jetzt steht er seinen Kollegen mit Rat und Tat zur Seite, wenn es darum geht, Kunden auf neue Angebote des Auftraggebers aufmerksam zu machen, sobald ihre Fragen beantwortet oder ihre technischen Probleme gelöst wurden. Er ist einer von 12 Sales Coaches am Standort, die projektübergreifend eingesetzt werden.

Axel Tauschwitz coacht, leitet Trainings und Seminare und hilft bei Bedarf auch an der Hotline aus. „Ich hebe vermutlich den Altersschnitt“, schmunzelt der zweifache Familienvater, dessen Töchter mittlerweile erwachsen und aus dem Haus sind. „Aber es ist wirklich toll, mit so vielen jungen Kolleginnen und Kollegen arbeiten zu können. Das hält jung und macht echt Laune!“

Mit seiner offenen Art und seinem Humor ist der Sales-Experte voll in das Kundenserviceteam integriert. Das sieht man, wenn er mit Kollegen zusammen steht und fachsimpelt oder sich auf Bitten einer Kollegin einen Stuhl schnappt und in ihr Gespräch mit dem Kunden rein hört. Anschließend lobt er und gibt Tipps.

Dass Axel Tauschwitz von Geburt an der linke Unterarm fehlt, war hingegen nie wirklich ein Thema – weder für ihn selbst, noch für den Arbeitgeber SNT oder für die Kolleginnen und Kollegen. „Mit der Schwerbehindertenvertretung habe ich kaum Kontakt, das habe ich nie gebraucht. Und im Team gehen sowieso alle völlig selbstverständlich damit um.“

Tauschwitz schätzt diese vertrauensvolle Atmosphäre im Team: „Schließlich geht es nur darum, ob man seinen Job gut erledigt. Ich war von Anfang an als gleichwertiger Mitarbeiter anerkannt. Und ich habe auch noch nie gehört, dass jemand bei SNT wegen eines irgendwie gearteten ‚Anders seins‘ gemobbt oder ausgegrenzt wurde.“

CCV-Arbeitskreis Inklusion – Umfrage

Wie steht es um die Inklusion in Ihrem Unternehmen?

Viele Unternehmen in unserer Branche bauen auf die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung und engagieren sich seit Jahren für deren Integration ins Arbeitsleben. Bei Beachtung der besonderen Anforderungen sind Menschen mit Behinderung voll leistungsfähige Mitarbeiter, die oftmals besonders motiviert ihre Aufgaben erfüllen. Es gibt jedoch immer noch zu viele arbeitslose Menschen mit Behinderung und damit auch ungenutztes Fachkräftepotential. Der CCV-Arbeitskreis Inklusion setzt sich dafür ein, dass die Integration von Menschen mit Behinderung in unserer Branche weiter vorankommt.

Gern wollen wir auch nach außen zeigen, wer in unserer Branche mit gutem Beispiel voran geht und den Unternehmen, die bei der Inklusion von Menschen mit Behinderung noch zögerlich sind, veranschaulichen, welch Gewinn diese Menschen für ihr Unternehmen sein können. Bitte senden Sie uns Ihre guten Beispiele in einem kleinen Text (gern auch mit Bild) zu – wir werden diese dann auf unserer Website, in unserer Inklusionspressemappe und in unserem Mitgliedernewsletter veröffentlichen.

Um uns zusätzlich einen Überblick über die Situation der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung in unseren Mitgliedsunternehmen und bei den Interessenten des Call Center Verbands verschaffen zu können, bitten wir Sie um die Beantwortung untenstehender sieben Fragen. Ihre Antworten werden selbstverständlich anonymisiert und in einer Gesamtübersicht zusammengestellt – Rückschlüsse auf einzelne Unternehmen sind dann nicht möglich. Wenn Sie nicht alle Fragen beantworten können oder möchten, ist dies kein Handicap – beantworten Sie einfach die Fragen, soweit es Ihnen möglich ist. Senden Sie uns Ihre Anwort einfach formlos per Mail oder in diesem Dokument per Fax an 030-2061328-28 oder eingescannt per Mail an joerdis.harenkamp@cc-verband.de.

1. Wie viele Menschen mit Behinderung (FTE/Heads) beschäftigen Sie derzeit in Ihrem Unternehmen?

2. Wie sah dies im Jahr 2010 aus?

3. Welchen prozentualen Anteil an der Gesamtbelegschaft haben diese Menschen mit Behinderung in Ihrem Unternehmen?

4. Wie sah dies im Jahr 2010 aus?

5. Bilden Sie Menschen mit Behinderung in Ihrem Unternehmen aus und wenn ja, wie viele (FTE/Heads)?

6. Planen Sie, in Zukunft verstärkt Menschen mit Handicap in Ihrem Unternehmen einzustellen und wenn ja, wie viele (FTE/Heads)?

7. Für die Statistik: In welchen Bereich gehört Ihr Unternehmen: Call- und Contact Center (Inhouse/Dienstleister/Mischform) / Unternehmensberatung / Hard-/Software / Telekommunikation/Mehrwertdienste / Zertifizierung / Aus- und Weiterbildung/Training / Personaldienstleistung / Sonstige Unternehmensarten?

 

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Jobs für Menschen mit Behinderung

CCV-Kooperationspartner Stiftung MyHandicap startet bundesweite Kampagne

Menschen mit Behinderung haben es nach wie vor oft schwerer, einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden. Die Kampagne „Jobs für Menschen mit Behinderung“ will das ändern. Zusammen mit einem breiten Aktionsbündnis aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wird die Stiftung „MyHandicap“ Arbeitssuchende mit Behinderung und Unternehmen in Kontakt bringen. Zum Auftakt gab es in dieser Woche eine Artikelserie in der BILD Zeitung. Sie verdeutlicht an fünf Beispielen, welche Stärken Beschäftigte mit Behinderung in einen Betrieb einbringen können.

Viele Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen sind offen dafür, Menschen mit Behinderung einzustellen. Häufig bestehen jedoch Berührungsängste, es fehlen Kenntnisse und Kontakte. Dazu Joachim Schoss, Stiftungsgründer von MyHandicap: „Genau hier setzt unsere Kampagne an. Meine Erfahrung zeigt: Wenn Arbeitgeber erst einmal die Berührungsangst verloren haben, stellen sie vielfach fest, dass hervorragende Leistungen erbracht werden, dass die Loyalität hoch ist und dass man sich ohne viel Aufwand auf die Behinderung einstellen kann. Wir wollen deshalb aktiv auf die Unternehmen zugehen.“

Zentrales Element der Kampagne „Jobs für Menschen mit Behinderung“ ist die Internet-Plattform www.myhandicap.de. Sie will einen Beitrag dazu leisten, die Vernetzung von potenziellen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit den Betrieben zu verbessern. Bewerberinnen und Bewerber können im Portal ein Persönlichkeitsprofil erstellen und dieses zur Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch verwenden.

Weitere Informationen finden Sie hier !

Hier finden Sie die komplette Pressemitteilung zur Kampagne.

Der CCV-Arbeitskreis Inklusion hat sich neu aufgestellt

Heike Kraus ist neue Arbeitskreisleiterin

Nach fünf Jahren erfolgreicher Arbeit mit viel Herz übergibt Alfons Bromkamp den Staffelstab an Heike Kraus – sie übernahm in der vergangenen Woche die Leitung des CCV-Arbeitskreises Inklusion. Vorrangiges Ziel des CCV Arbeitskreises, der seit 2010 existiert, ist eine verstärkte PR- und Öffentlichkeitsarbeit. Zum einen, um auf diesem Wege Betroffenen zu zeigen, wo und wie sie potenzielle Arbeitgeber finden können. Zum anderen auch, um bei Unternehmen dafür zu werben, dass sie sich überhaupt mit dem Inklusionsthema beschäftigen.

Heike Kraus, Referentin Produktmanagement und Service bei der DATEV eG, engagiert sich von Anfang an im Arbeitskreis – aus eigener Erfahrung weiss sie, dass sich dieses Engagement nicht nur für Arbeitgeber sondern vor allem für die Menschen mit Behinderung auszahlt! Denn Inklusion im Arbeitsleben erfordert ein Geben und ein Nehmen vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Seit Jahren ist Heike Kraus an Multipler Sklerose erkrankt, der Krankheit mit den vielgepriesenen 1.000 Gesichtern. Mit Multipler Sklerose muss nicht unbedingt nur die bekannte Gehbehinderung einhergehen, sondern irritierte Nerven können u.a. auch auf die Feinmotorik der Hand, den Gesichtsnerv mit Auswirkung auf Sprechen und Schmerzen beim Sprechen und Essen wirken. Aber diese Krankheit – lieber: das „Handicap“ – darf nie ein Tabuthema werden!

Unterstützt wird Heike Kraus bei der kommenden Arbeit von einem starken Team:

  • Alfons Bromkamp als Mentor
  • Leo Staub-Marx von seiten des CCV-Vorstands
  • Elsbeth Pohl-Roux als fachliche Unterstützung
  • Jördis Harenkamp als organisatorische Unterstützung in der CCV-Geschäftsstelle
  • Robert Freumuth vom CCV-Kooperationspartner My Handicap

Wir danken Alfons Bromkamp für die vielen Meiensteine seiner Arbeit als Arbeitskreisleiter und wünschen Heike Kraus viel Erfolg und Spaß bei dieser spannenden Aufgabe!

Rückblick Inklusionstage 2014

Weiterentwicklung des Nationalen Aktionsplans

Seit über fünf Jahren ist die UN-Behindertenrechtskonvention mittlerweile geltendes Recht in Deutschland. Sie fordert die Verwirklichung des Menschenrechts auf Inklusion in allen Lebensbereichen und ist damit die Leitschnur einer Politik, die die Rechte von Menschen mit Behinderungen achtet. Wo und wie gut Inklusion schon gelungen ist, wo es Schwierigkeiten und Hürden gibt und wo wir zukünftig stehen wollen, darüber wurde im November bei den Inklusionstagen 2014 in Berlin gemeinsam mit den verschiedenen Akteuren diskutiert. Es ging vor allem darum zu erfahren, ob der Aktionsplan funktioniert und wo er frischen Wind braucht, damit er in dieser Legislaturperiode zielgerichtet weiterentwickelt werden kann.

Für den CCV waren CCV Vorstandsmitglied Leo Staub-Marx und CCV Managerin PR & Inklusion Jördis Oehme vor Ort. In verschiedenen Workshops bot sich die Möglichkeit eines direkten Austauschs zwischen der Zivilgesellschaft und den verschiedenen Bundesressorts und den Bundesländern. Hier wurde beispielweise erörtert, was noch getan werden muss, um Menschen mit Behinderung den Übergang von Werkstätten in den ersten Arbeitsmarkt zu erleichtern.

Vor dem Hintergrund der im Frühjahr 2015 abgeschlossenen Staatenprüfung Deutschlands werden die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Verena Bentele, und die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention Ende Juni eine hochrangig besetzte Fachkonferenz zum Stand der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und zu den nächsten Schritten durchführen. Auch hier wird der CCV für Sie vor Ort sein!

Dienstleistungen durch Werkstätten für behinderte Menschen

Ihr Beitrag zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderung!

Die Gesellschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Berlin und Brandenburg mbH ist ein Verbund anerkannter Werkstätten für behinderte Menschen. Aufgabe der GDW ist es, Menschen mit Behinderungen einen qualifizierten und dauerhaften Arbeitsplatz zu ermöglichen und somit deren Teilhabe am Erwerbsleben zu sichern. Darüber hinaus ist sie ein fester Bestandteil eines bundesweiten Werkstätten-Netzwerkes. Somit kann das umfassende Leistungsangebot der Werkstätten auch am überregionalen Markt präsentiert werden.

Dies betrifft u.a. folgende Bereiche:

  • Digitale Archivierung / Scandienstleistungen
  • Digital-und Offsetdruck / Lettershop-Dienstleistungen
  • Konfektionierungs- und Verpackungsarbeiten
  • Akten-/Datenträgervernichtung und Elektro(nik)-Altgeräte-Recycling
  • Hauswirtschaft (z.B. Malerarbeiten, Wäscherei, Grünanlagenpflege, Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel BGV A3)

Bei einer Zusammenarbeit mit der GDW tragen Sie dazu bei, Menschen mit Behinderungen einen qualifizierten und dauerhaften Arbeitsplatz zu ermöglichen. Sie sind aner­kannte Einrichtungen im Sinne des SGB IX. Sie können somit bis zu 50% des Rechnungsbetrages auf die von Ihnen gegebenenfalls zu zahlende Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabe anrechnen.

Entdecken Sie die GDW als Ihren Partner! Kontakt: Thomas Hille, GDW Berlin Brandenburg mbH, Oranienburger Str. 13/14, 10178 Berlin, Fon 030 9927 0505, Fax 030 9927 0507